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Freiwillige in Peru

Erfahrungsbericht über meine Zeit in Peru, Demi Pair / Reitpraktikum & 1 Woche Sprachkurs, von Jana

Ausflug Freiwillige in PeruHeute vor genau zwei Monaten bin ich in Lima gelandet – unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich bin hier als Volunteer unterwegs und lebe auf einem Hof am Titicacasee auf 4000 Metern Höhe. Da man nicht einfach so von 0 Metern in die Höhe gehen sollte, begann mein „Abenteuer Peru“ zunächst mit einer kleinen Rundreise durch das Land, um sich langsam an die Höhe zu gewöhnen, welche man nämlich keinesfalls unterschätzen sollte! Zunächst verbrachte ich einige Tage in Lima und Arequipa auf eigene Faust, bis ich anschließend in Cusco eine Woche in einer Gastfamilie gelebt und eine Sprachschule besucht habe, um mein Spanisch ein wenig aufzufrischen. Dies war eine sehr gute Entscheidung, da mir der Unterricht echt gut geholfen hat, hier zurechtzukommen, sei es in Alltagssituationen oder spezieller in Grammatikthemen wie den Vergangenheitsformen.

Von Cusco, welches bereits auf 3200 Metern liegt, bin ich dann mit dem Bus zum Titicacasee gefahren und von dort aus auf den Hof, ein kleines und sehr ruhiges Dorf direkt am Titicacasee, zu helfen.

Ein normaler Arbeitstag hier beginnt zwischen 5.45 Uhr und 6.30 Uhr, da es in Peru ganzjährig gegen 5 Uhr hell wird, dafür aber am Abend auch früh dunkel. Deswegen ist auch der Arbeitsrhythmus daran angepasst, woran ich mich persönlich erst mal gewöhnen musste – mittlerweile komme ich sehr gut damit klar. Wir arbeiten immer fünf Stunden am Tag fünf Tage die Woche. Morgens versorgen wir die Pferde und die Haustiere, drei Hunde und eine Katze. Anschließend frühstücken wir Volunteers alle zusammen. Wir sind immer um die fünf Freiwilligen, welche hier zusammen leben und arbeiten, wobei aber auch der Spaß nie zu kurz kommt!  Anschließend variiert die Arbeit immer ein wenig, wir müssen am Haus den Paddock misten, wo die Pferde die Nacht über verbringen und das Futter für den Abend vorbereiten, manchmal helfe ich aber auch bei Kinderreitstunden oder kleinen Ausritten mit. Alternativ zu dem Pferdeprogramm helfe ich meiner Gastmutter mit ihrem kleinen Sohn Emiliano, indem ich mit ihm spiele, kleine Spaziergänge mache oder wir zusammen die Tiere gucken gehen.

Gastfamilie PeruMittags kocht Luisa immer für uns, was super lecker und typisch peruanisch ist, zum Beispiel Quinoasuppe oder „Lentejas con Arros“ – Linsen mit Reis, einfach nur göttlich. Anschließend haben wir Mittagspause, in der wir mehr oder weniger tun und lassen können, was wir wollen 😀 Meistens verbringen wir die Zeit zusammen in der Küche, unterhalten uns oder spielen Spiele zusammen.

Die Kommunikation hier erfolgt immer in einer anderen Sprache, je nachdem welcher Volunteer gerade da ist – von Deutsch über Französisch, Englisch und natürlich Spanisch ist da alles mal dabei! Manchmal müssen wir auch hin und her übersetzen, aber es ist super lustig und ich habe hier schon so viel gelernt, nicht nur Spanisch, sondern auch mein Englisch deutlich ver7bessert.

Gastfamilie Au Pair PeruAm Nachmittag versorgen wir dann wieder die Pferde oder ich kümmere mich um Emiliano, das ist immer ein bisschen spontan, so wie das Meiste hier in Peru 😀 Pläne sind nicht unbedingt fest und können sich jederzeit und auch teilweise sehr spontan ändern. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, am Anfang war es aber doch ziemlich ungewohnt…

Die Arbeit ist teilweise echt anstrengend und ich bin abends oft froh, endlich im Bett zu liegen, aber sie macht mir auch so unglaublich viel Spaß! Eigentlich hatte ich mich nämlich nur als DemiPair beworben, um auf den Kleinen aufzupassen, allerdings hat es sich hier aufgrund meiner Reit- und Pferdeerfahrung ergeben, dass ich auch viel mit dem Pferden helfe. Mit der Höhe hier habe ich zum Glück keine Probleme, von anderen Freiwilligen habe ich aber auch schon ganz anderes gehört. Deshalb auf jeden Fall etwas Zeit zu Beginn zum eingewöhnen geben.

Reiten in PeruMit der Zeit habe ich mich total in das Land, die Menschen und ihre Kultur verliebt, obwohl sie total anders als die Deutsche und manchmal auch echt gewöhnungsbedürftig ist. Für mich das Schönste ist die Nähe zu den Tieren und zur Natur, aus meinem Fenster kann ich direkt auf den See sehen und das Dörfchen ist wirklich klein und ruhig. Außerdem ist es nach Absprache zum Beispiel möglich, eine längere Zeit am Stück zu arbeiten und dann beispielsweise eine Woche frei zunehmen, was mir einen Besuch von Machu Picchu, dem heiligen Tal sowie den Rainbow Mountains ermöglicht hat!

Ich bin super glücklich hier zu sein und teilweise echt erstaunt, wie schnell die Zeit verflogen ist – auch wenn es nicht immer einfach ist, würde ich es jedem weiterempfehlen!!

Farmarbeit in Peru

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